Seminare: Beziehungskompetenz erweitern – Change Management – Transformation von Führungsstil & Führungsrolle

BEZIEHUNGSKOMPETENZ ERWEITERN

Das Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen im beruflichen Umfeld ist komplex: Individuen mit unterschiedlichen Kompetenzen, Zielen, Einstellungen, Bedürfnissen, Wertvorstellungen, Erfahrungen und Erwartungen, um nur einige Divergenzen zu benennen, treffen hier aufeinander.
Sie bilden soziale Gruppen, in denen sie verschiedene Positionen und Rollen besetzen und miteinander interagieren.
Darüber hinaus treten sie auch mit anderen Gruppen inner- und außerhalb des Unternehmens in Beziehung.

Die aktive, gelingende Gestaltung der Beziehungen zu Mitarbeitenden, Kollegen, Vorgesetzten und Kunden in der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt stellt daher eine große Herausforderung dar. Sie ist u. a. Voraussetzung für Zufriedenheit am Arbeitsplatz und bildet die Grundlage für eine kooperative, vertrauensvolle Zusammenarbeit zur erfolgreichen Erfüllung der verschiedenen Ziele.

In dieser Seminarreihe soll zwei zentralen Fragestellungen nachgegangen werden:

  • Welche Persönlichkeitsmerkmale, Einstellungen und Kompetenzen des Einzelnen wirken sich auf die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen im beruflichen Umfeld förderlich bzw. hinderlich aus? (Persönlichkeitspsychologische Sichtweise)
  • Inwieweit wirkt sich die Anwesenheit anderer Personen und Gruppen, die am Arbeitsprozess beteiligt sind, auf das individuelle Erleben und Verhalten aus und in der Folge beziehungserhaltend bzw. beziehungsstörend? (Sozialpsychologische Sichtweise)

Inhalte sind u. a.:

A. Beziehungsgestaltung aus persönlichkeitspsychologischer Sicht:

  • Beziehungsförderliche und -hinderliche Ausprägungen von
    Persönlichkeitseigenschaften (u. a. aufgezeigt anhand des „Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeit“ / der „Big five“)
  • Individuelle Stärken und Kompetenzen zum Beziehungsaufbau
    und -erhalt (z. B. Empathie, Konfliktfähigkeit)
  • Beziehungsförderliche Einstellungen
  • Strategien im Umgang mit Emotionen im sozialen Kontext
  • Nähere Betrachtung der verschiedenen Basismotive: Affiliation (Hoffnung auf sozialen Anschluss und Furcht vor Zurückweisung), Macht und Leistung
  • Individuelle Bewältigungsstrategien im Konfliktfall

B. Beziehungsgestaltung aus sozialpsychologischer Sicht:

  • Die Rolle von Vorurteilen, Stereotypen und Urteilsheuristiken bei der Kontaktaufnahme (auch: Abbau von Vorurteilen)
  • Was zieht zwei Individuen zueinander hin (Wie entsteht Sympathie?), unter welchen Bedingungen wird prosoziales Verhalten gezeigt (Altruismus) und antisoziales Verhalten (Aggression; anderen absichtlich Schaden zufügen)
  • Besonderheiten in der Beziehungsgestaltung zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Gruppendynamische Prozesse im Beziehungskontext: Typische Teamrollen und ihre Bedeutung für die Gruppe
  • Interaktion zwischen Gruppen: Phänomen der Eigengruppenfavorisierung und Fremdgruppendiskriminierung

Ziele dieser Seminarreihe:

Tiefgehendes Verständnis, inwieweit der Einzelne auf die zwischenmenschliche Beziehungsgestaltung im beruflichen Umfeld einwirkt und welchen Einfluss gruppendynamische Prozesse und die Anwesenheit anderer dabei haben.

Die Erkenntnisse sollen zusammen mit den Reflexionsübungen zu einer Erweiterung der eigenen Beziehungskompetenz führen, um den komplexen Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt besser gewachsen zu sein.

 

CHANGE MANAGEMENT

Auch beim Change-Management geht es in erster Linie um die Beziehungsgestaltung, da es sich im Kern um Verhaltensänderungen aller Beteiligten handelt.

Vier Module:

1. Vom IST- zum SOLL-Zustand gelangen

  • Exemplarische Durchführung eines Change-Prozesses anhand eines bewährten Modells
  • Identifizierung der einzuleitenden Maßnahmen in den verschiedenen Phasen des Wandels
  • Die Rolle der „Promotoren“: Nutzen und Einsatz von Befürwortern, die den Veränderungsprozess vorantreiben
  • Aufbau der „Change-Story“, um den Wandel einzuleiten und die Veränderungsbereitschaft aller Beteiligten zu erhöhen

2. Ihr Team zielführend durch Veränderungsprozesse begleiten 

  • Typische Phasen, die Menschen bei Konfrontation mit Veränderung durchlaufen
  • Wie Sie die verschiedenen Phasen erkennen & Ihre Teammitglieder durch diesen Prozess führen: „Die Berg- und Talfahrt überstehen“
  • Führungsverhalten, das bei Veränderungsvorhaben von entscheidender Bedeutung ist und zu deren Gelingen beiträgt (Wie Sie Ihren Teammitgliedern Orientierung geben)
  • Psychologisches Hintergrundwissen zur Veränderung von Einstellungen und Verhalten

3. Einbeziehung aller Beteiligten zur aktiven Gestaltung von Veränderung

  • Vier bewährte Prinzipien, um Menschen für Veränderungsprozesse zu gewinnen und sie in die aktive Gestaltung dieser Prozesse einzubinden (Mein Team zum Mitmachen motivieren)
  • Strategien zur Reduzierung von Widerstand gegen „das Neue“
  • „Sinnhaftigkeit“ als treibender Faktor: Was Sie beitragen können, damit anstehende Veränderungen als sinnhaft erlebt werden.

4. Handlungsmöglichkeiten für das Überwinden von Hürden

  • Rahmenbedingungen für eine höhere Akzeptanz von Veränderungsprozessen innerhalb des Teams
  • Maßnahmen, wenn „der Wandel“ ins Stocken gerät („Das Wandelschiff wieder flottmachen“)
  • Gründe für das Scheitern von Veränderungsprozessen, und wie Sie vorbeugen können
  • Sechs Bausteine eines erfolgreichen Change-Managements: Was alles zu bedenken ist, damit Ihr Veränderungsvorhaben gelingen kann

Ziele:

  • Ideen für ein konkretes Vorgehen, um vom IST- zum SOLL-Zustand zu gelangen
  • Bewusstsein für veränderungsförderliche Grundhaltungen
  • Kompetente Steuerung Ihres Teams durch die verschiedenen Phasen bei der Konfrontation mit Veränderung
  • Konkretes Bild bzgl. zu überwindender Hürden und Risiken im Verlauf von Veränderungsprozessen
  • Maßnahmen, um alle Beteiligten zu motivieren, die angestrebte Veränderung aktiv zu gestalten

 

TRANSFORMATION VON
FÜHRUNGSSTIL & FÜHRUNGSROLLE

Seminar-Inhalte:

  • Facetten der eigenen Führungsrolle konkretisieren und aktualisieren:
    Erwartungen von außen & an mich selbst sowie Erwartungen an meine Mitarbeitenden
  • Worauf sich die eigene Führungsrolle und der eigene Führungsstil begründen:
    Reflexion der eigenen Werte, Überzeugungen und Haltungen (Was ist Ihnen wichtig? Wofür stehen Sie?)  
  • Bezugnahme auf aktuell vorherrschende Führungsstile
  • Direkte und indirekte Führungsinstrumente: Möglichkeiten sozialer Einflussnahme auf dem Prüfstand
  • Welches Führungsverhalten wirkt sich positiv auf die Beziehungen zu Ihren Mitarbeitenden aus und erhöht kooperatives Verhalten, Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit?
  • Wo liegen die „Stolpersteine“? Welche Einflussnahmen wirken sich eher negativ auf die Beziehungsqualität, Motivation und die Erfüllung der anstehenden Aufgaben aus?
  • Faktoren für ein günstiges Arbeitsklima

Ziele:

  • Reflexion und Aktualisierung Ihres Führungsstils & Ihrer Führungsrolle
  • Erkenntniserweiterung zum zielführenden Einsatz der Instrumente zur sozialen Einflussnahme
  • Vertieftes Verständnis für das eigene Führungsverhalten

Methoden u. a.:
Abwechslungsreiche Gruppen-, Tandem- und Einzelübungen, moderierte Diskussion, Erfahrungsaustausch